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Samstag, 19. Oktober 2013

Wer gehört zu ihr?

Ihr Name ist eine Marke, die Erwartungen weckt. Davon will sich Marianne Rosenberg befreien – mit neuer CD und DSDS. Ein Gespräch über Schlager und Berlin.


Makellos. So will Marianne Rosenberg zumindest aussehen. Immerhin ist über sie und ihre Musik schon viel Schlechtes geschrieben worden. Für das Interview im Schwarzen Café in der Kantstraße kommt sie deshalb mit Make-up-Artist. Foto: Davids/Gregor Fischer



 Früher kam sie nachts her. Mit Rio Reiser nach dem Besuch im Club. Heute sitzt sie da mit einer Tasse Kaffee. Entkoffeiniert, es ist schon Nachmittag.
Das Schwarze Café in der Charlottenburger Kantstraße ist eines der Lieblingslokale von Marianne Rosenberg: Im Schaufenster gen Straße ein Papagei aus bunten Leuchtröhren, drinnen schwarze Wände, die rote Sitzbank zusammengehalten mit schwarzem Klebeband, eine Kerze auf jedem Tisch – hat sich das Café gewandelt seit damals? „Nicht viel“, sagt sie. „Manchmal sehen die Leute hier aus wie in den 80er Jahren. Dann habe ich ein Déjà-Vu und das Gefühl, nur ich hätte mich seitdem geändert.“

Für das Foto perfekt gestylt und bepinselt, sitzt Rosenberg – im Promoflyer als „Deutschlands einzige Diva“ gefeiert – in einer Ecke des Cafés am Fenster. Flankiert von Make-up-Artist und PR-Frau, blickt die Diva in den Raum: Rosenberg sieht, wer kommt und wer nicht kommt. Wo bleibt der Fotograf? Wird er sich an die Licht-Vorgaben des Managements halten? Er wird. Die Café-Stimmung bleibt.
Düster findet Rosenberg die Atmosphäre im Schwarzen Café nicht, sei doch angenehm zum Quatschen. Also quatschen, über ihre neue CD „Das Leben ist schön“, die gar nicht Rosenbergs neue CD ist, sondern die von „Schattenherz“. Wie ist das zu verstehen? „Die Musik, die zusammen mit Dirk Riegner entstanden ist, hatte immer weniger mit Rosenberg zu tun“, erklärt sie. „Aber die Leute haben eine Erwartung an die Marke Rosenberg.“ Sie wolle niemanden in eine Falle laufen lassen, habe sich aber weiterentwickelt. Deshalb sei die am Freitag veröffentlichte CD unter dem Namen „Schattenherz“ erschienen: Zwölf Lieder, 53 Minuten Elektropop mit düsterer Note. „Mystic-Glam-Pop“ nennt Rosenberg selbst den Stil. Der Name stammt aus dem Lied: „Wach auf!“: „Wie Schnee, wenn er ans Fenster fällt, den Raum verdunkelt, nicht erhellt, dunkelt unser Schattenherz“, heißt es in dem Lied. Es geht um Burnout. „Man kann vor dem Burnout auf die Bremse drücken“, sagt Rosenberg, „versuchen, Dinge zu verändern, bevor die Lampe durchbrennt.“
Die 58-Jährige weiß, wovon sie singt. Mit 13 entdeckt, mit 14 die erste Platte, mit 15, begleitet von Diätplan, Schneider und Sprachtrainer zum Gesangswettbewerb nach Rio. Und immer wieder Grandprix-Vorentscheid: Ihren Beitrag „Blue-Jeans-Kinder“ von 1982 nennt sie heute „scheußlich“. Die Ralph-Siegel- Komposition landete auf Platz 8. Schlagerhoffnungen, Schlagerenttäuschungen waren mit dem Namen Rosenberg verbunden. Der Kellner bringt einen Teller mit Humus und Oliven, dazu ein Körbchen mit Brot. Das Körbchen rührt sie nicht an, isst Kichererbsencreme und Oliven pur mit der Gabel.
Wie ist das, sich für jede neue Stil-Nuance rechtfertigen zu müssen? „Für die Öffentlichkeit muss man sich immer Argumente zurechtlegen. Für mich selbst spielt das keine Rolle. Ich habe nicht immer die Wahnsinns-Message oder den tiefgründigen Gedanken, wenn ich Musik mache“, sagt Rosenberg. Ihre Musik entstehe spontan, intuitiv, ohne Kalkül.
Allerdings wird die Sängerin nun Teil einer Show, die ganz auf Kalkül setzt: Sie ist neues Jury-Mitglied von „Deutschland sucht den Superstar“. Bislang kritisierte sie Sendungen wie diese als „Menschenverachtungsmaschinen“. Einen Sinneswandel sieht Rosenberg darin nicht. Man habe ihr versprochen, den jungen Künstlern mehr Selbstbestimmung bei Songauswahl, Klamotten und Choreografie zuzugestehen, sagt sie und ergänzt, mehr gebe es dazu nicht zu sagen.
Dann schlägt der Humus zu: Rosenberg klagt über Magenschmerzen. „Was hab ich da eigentlich gerade gegessen?“ Ihr wird geraten, viel Wasser hinterherzutrinken.
Für die Dreharbeiten der RTL-Casting- Show wird Rosenberg wiederholt nach Köln fahren müssen. Sie sei in ihrem Leben viel gereist, sagt sie. „Aber ich habe immer in Berlin gewohnt. Jedes Mal, wenn das Flugzeug bei der Rückkehr über Berlin kreiste, hat sich Heimatgefühl eingestellt.“ Es passt, dass die gebürtige Berlinerin, die „Kanaille“ und „Kokolores“ sagt, ihr Album morgen gerade am Tauentzien im Europacenter vorstellen wird. Nicht weit vom Schwarzen Café entfernt im alten, neuen Berliner Westen.
Show und Autogrammstunde am Sonntag ab 14.30 Uhr im Saturn am Europacenter, Tauentzienstraße 10, Charlottenburg.

Quelle: Der Tagesspiegel - Berlin von Karoline Kuhla

Freitag, 18. Oktober 2013

Schattenherz bei RadioEins "Der schöne Morgen"


Marianne Rosenberg & Dirk Riegner (Mitte) zu Gast bei Christoph Azone und Stefan Rupp im Studio


Dieses Jahr schlägt in der Brust des Herbstes ein süß-melancholisches Schattenherz. 
Hinter diesem musikalischen Projekt verbergen sich Victoria (Marianne Rosenberg) und Victor (Dirk Riegner).

Rosenberg, die zuletzt ihr Soloalbum „Regenrhythmus“ veröffentlichte und Riegner, der kürzlich mit Peter Heppner zusammen auf der Bühne stand, haben sich für ihr neues Projekt Schattenherz extra kein Korsett angelegt. Gesungen wird auf Deutsch, Englisch und Französisch und die Anmutung des Elektropops erinnert mal an die mystischen Synthieklänge der 80er und mal an die hellen Sounds der Nuller Jahre.

Heute erscheint das Schattenherz-Album „Das Leben Ist Schön“ und aus diesem Anlass beehrten uns Marianne Rosenberg & Dirk Riegner im Studio...


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Schattenherz zu Gast im Morgenmagazin

Victor & Victoria stellen im ZDF Morgenmagazin 
ihre neue Single "Alles klingt" vor.
 

Donnerstag, 15. August 2013

Neue Mystic-Glam-Pop-Band “Schattenherz”

“Schattenherz” ist die konsequente Weiterführung der symbiotischen Zusammenarbeit eines Kölner Produzenten und einer Berliner Musikerin. Schattenherz ist elektronisch, Schattenherz ist organisch, Schattenherz ist mystisch, Schattenherz ist erfrischend, Schattenherz ist Pop.


Band Biography

 

 

Von Ausnahmekünstlern, die auf Jahrzehnte lange Solokarrieren zurückblicken, und ihren Produzenten erhofft man, dass sie regelmäßig Alben abliefern, welche den Erwartungen von Fans und Plattenfirmen entsprechen. Anders verhält es sich bei Deutschlands einziger Diva Marianne Rosenberg und dem erfolgreichen Produzenten Dirk Riegner: Sie bestätigen die Regel, indem sie kurzerhand die Band „Schattenherz“ gründeten und damit ihrer Fantasie einen „Freifahrtsschein“ ausstellten. „Mit Schattenherz müssen wir auf das Image keine Rücksicht nehmen. Frei von Zwängen können wir den Kopf abschalten und Musik entstehen lassen, ohne die eigene Kreativität oder die des anderen zu hinterfragen“, sagt Rosenberg.
Ergebnis ist das Album „Das Leben ist schön“ (VÖ 11. Oktober 2013) – zwölf atmosphärische, betörende Songs, die ein Spiegelbild der bewegten, sich gegenseitig in Schwingung versetzenden Seelen der beiden Künstler sind. Exemplarisch dafür steht die erste Single „Alles klingt von dir“ (VÖ 13. September 2013). Getragen von einem 80er-Synthie-Helikopter schwebt Rosenbergs unverwechselbare Stimme darin zu einem betörenden Refrain, der einem Mantra ähnlich, sowohl die Erwartungen, als auch die Ängste in einer Freundschaft thematisiert. Ein Gefühl, das wir alle kennen – und ein Song, der förmlich nach der Repeat-Taste schreit.
Während Riegner von elektronischer Popmusik europäischer Prägung mit roman­tischen Reminiszenzen an die 80er spricht, beschreibt Rosenberg den Sound kurz und knapp als „Mystic-Glam-Pop“: „Ohne stilistisches Korsett habe ich alles um mich herum, etwa menschliche Schicksale, Grausamkeiten sowie Liebe, Angst und Mut verarbeitet.“ Riegner beflügelte seine „besseren Hälfte“ schon während des Enstehungsprozesses mit Soundfragmenten. So flogen die Ideen von Schattenherz zu Schattenherz nur so hin und her: „Einem Groove folgte ein Wort und einer Textzeile ein Sound“, sagt Riegner. So sind auch zwei Titel in englischer und einer in französischer Sprache „passiert“. Dabei katapultiert Produzent und Co-Autor Riegner den musikalischen Zeitgeist mit einer Mischung aus aktuellen und 80er-Klängen zurück in die Zukunft.
„Das Leben ist schön“ ist das Produkt ungebremster Kreativität zweier einzigartiger Künstler– hypnotisierend, erhellend, schön … und nachdenklich.



Dirk Riegner, der Marianne bei Schattenherz “Victoria” nennt, hat schon früh erkannt, dass es hinter dem eigenen Horizont weiter gehen muss, hat seine Ausbildung als studierter Jurist an den Nagel gehangen, ist ins Ruhrgebiet gezogen und hat Rockmusik gelebt. Als Sänger, als Gitarrist und als Produzent. Aber auch diese Welt wurde ihm irgendwann zu klein. Mit der wachsenden Liebe zur elektronischen Musik zog es ihn an den Rhein, genauer nach Köln, wo er heute noch lebt und arbeitet. “Hier bin ich dem Dom näher, in dem ich eines Tages ein Konzert geben werde.”


Marianne Rosenberg, die Dirk bei Schattenherz “Victor” nennt, wurde viel zu früh vom Erfolg überrascht. So dauerte es eine Weile, bis sie die Kraft fand, erst mal alle Räder anzuhalten. Es folgten Experimente und Orientierungen im aufgewühlten und inspirierenden Berlin der 80er Jahre. Seit dieser Zeit überrascht sie immer wieder mit ihrer schier unerschöpflichen musikalischen Kreativität. Sie ist halt durch und durch Berlinerin: “Ich hänge an dieser Stadt, die mal gibt und mal nimmt, dabei aber immer im Wandel bleibt und so niemals wirklich fertig wird.” 

Quelle: www.schattenherz.info